GeburtdesLichts5

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Geburt des Lichts Kapitel 5: Der Krieg der Götter


Kapitel 1: Die Geburt des Lichts
Kapitel 2: Ein Herz aus Licht und Hoffnung
Kapitel 3: -verschollen-
Kapitel 4: Ein Stern in der Nacht



Ehre meinem Vater. Er führte uns aus der Dunkelheit. Ehre meiner Mutter. Sie schenkte mir das Leben und den Glauben an das Licht! Einsam stehe ich, Aitharos, Sohn aus Licht und Schatten auf den Hügeln Aquillons und bete zu Dir, Bahamuth, Vater meiner Mutter. Selbst Du kannst meinen Schmerz um meine verlorene Mutter nicht von mir nehmen. Sie war es, die sich in das Schwert des Dijai'dan warf um meinen Vater zu retten, und nur durch Deine Gnade weilt sie immer noch in seinem Schwerte. Doch nicht einmal Ihr Götter wisst, wo das Schwert Nandurs verborgen ist.

Mein Vater, geschmiedet an die Ketten der Finsternis, gefangen im Meer der Schwarzen Flammen des Astafas. Doch eines Tages, so wahr mein Name Aitharos ist, werde ich den Weg hinab in das schwarze Herz finden. Und dann Gnade Euch, Vasallen Barghaans. Astafas! Gezählt sind deine Tage, verlogener Irrwisch. Herr der Lüge! Mit der Macht des Ordens des Platindrachens wird deine Hölle für immer exorziert werden!

Bahamuth! Gib uns die Kraft, das Heer des dunklen Reiches zu überwinden. Lass die Horden der Dunkelheit am Schild unseres Glaubens zerbrechen. Für Dein Opfer, der Du uns das Licht schenktest, wollen nun wir uns opfern, auf dass unsere Nachkommen in Freiheit leben können!


Nachdem ich mein Gebet beendet hatte, blickte ich ein letztes Mal hinab auf das Heer des Lichts. Von überall her waren sie gekommen und wie auf ein geheimes Zeichen hin stimmten sie das Heilige Lied des Krieges an: "Laudate Bahamuth!" Der Gesang schwoll an und überflutete die Ebenen und ward von so mächtigem Klang, dass selbst Cullam Toroll, der Berg der Finsternis, erbeben würde.

Wie von selbst breiteten sich meine Flügel aus und ich war bereit, Barghaan selbst die Stirn zu bieten.

Das Lied erreichte den Höhepunkt seiner Macht, als sich die Dunkelheit über die Ebene ausbreitete. Grüner Nebel zog auf und dunkle Augen aus schwarzem Licht formten sich am sterbenden Himmel. Bei Bahamuth! Barghaan selbst würde in die Schlacht eingreifen!

Tiefe trommeln rissen an den Herzen meiner Kampfgefährten und der Wind, vergiftet von grünem Nebel, trug uns die Hymne der Dunkelheit entgegen!

Dies sollte das Ende sein? Zerschmettert von der Hand Barghaans? Nein! Wenn es sein musste, würden wir sogar dem dunklen Schöpfer trotzen. Als wäre mein letzter Gedanke der Befehl zum Angriff gewesen, stürmten die Schwingen des Lichts vor, um sich dem gigantischen, einem alles verschlingenden Leviathan gleichen Heer entgegen zu werfen. Und ein gigantisches Beben zerriss die Luft in tausende von Teilen.

Mann gegen Mann, Drache gegen Drache, elementare Macht gegen die Dämonen des Astafas. Er wartet auf mich, der Bezwinger meines Vaters, Mörder meiner Mutter, Erster Sohn Barghaans: Der Dijai'dan!

Geformt aus Finsternis und dem alles vernichtendem Hass Barghaans. Beseelt einzig von dem Gedanken zu vernichten und zu töten. Zu gottgleicher Macht erstarkt durch die zahllosen gefangenen Seelen stand er vor mir. Thronend auf Gestalt gewordener Finsternis erwartete er meinen Angriff.

Bei seinem Anblick verließ mich der Mut, alle Kraft schien aus meinen Gliedern gewichen zu sein. Vater! Mutter! Die Erinnerungen an beide ließen mich die Wahrheit erkennen. Leb wohl Tir Amath, guter Freund, erzähle unseren Nachkommen von dieser Schlacht, auf dass sie sich nie von der Finsternis verführen lassen.

- - - Und so kam es, dass ich, Tir Amath, Euch das Ende dieser Geschichte erzählen muss.

Wie ein Phönix schwang er sich empor, um die Dunkelheit aus dieser Welt zu vertreiben, um das Licht in die Augen des Dijai'dan zu tragen.

Aitharos flog ihm entgegen mit dem Wissen, dass er nicht siegen konnte. Und doch glaubte ich ein Lächeln auf seinen Lippen gesehen zu haben. Hoch über sein Haupt erhoben zerschnitt sein Schwert die Dunkelheit, um ihm den Weg zu seinem Feind zu ebnen. Aber anstatt anzugreifen, griff er das Schwert seines Feindes an! Ungläubig und voll Wut starrte der Sohn der Finsternis auf die zerbrochene Klinge.

Die letzten Worte meines Freundes waren: "Ich kann Dich nicht besiegen! So lass mich dich umarmen, geliebter Feind!" Und mit einem Aufschrei auf den Lippen des Dijai'dan flogen beide in tödlicher Umarmung dem Auge Bahamuths entgegen.

Dies war der Augenblick der Entscheidung! Der Himmel zerriss wie ein blauer Umhang und Schwärze stieß daraus hervor, begierig kroch sie über das Himmelszelt und drohte selbst das Auge Bahamuths zu verschlingen.

Der dunkle Schöpfer war erschienen!

"Ich habe Euch geschaffen, um mir zu dienen und nach meinem Worte zu leben. Mein verblendeter Bruder hat Euch verführt und Euch den Spiegel Eurer eigenen Unvollkommenheit vorgehalten. So soll es denn sein. Aus der Dunkelheit habe ich Euch erschaffen und alleine mir steht es zu, Euch zu vernichten!"

Als diese Worte im Geist eines jeden, dem Denken mächtigen Wesens erklang, senkte sich ein alles verschlingender Mantel des Schweigen über das Schlachtfeld. Ein jeder spürte, dass sich die Welt selbst veränderte. Der Boden brach auf und verschlang Mensch und Dämon. Die Elemente zerstoben und vermischten sich zu einem grausamen Wirbel aus Chaos. Selbst das Auge Bahamuths schien zu erblinden.

Voll Angst und Verzweiflung schrie ich dem toten Himmel entgegen. "Bahamuth, erbarme Dich Deiner Kinder und der Kinder Deines Bruders!" Doch was sollten meine Worte schon bewirken? Die Worte eines Drachen der seinen Freund und Gefährten alleine in den Tod ziehen ließ.

Doch erneut veränderte sich die Welt! Die Schleusen des Himmels öffneten sich und die Sarashin, die Engel Bahamuths, schwebten herab, um die sterblichen Kinder des Lichts zu erretten. Der Himmel füllte sich mit reinem Licht, dem Lichte Bahamuths. Er war erschienen und unendliche Trauer schien sein Herz zu zerreißen.

"Bruder gegen Bruder, Licht gegen Finsternis! Lass es uns beenden, um Deiner Schöpfung willen, um sie zu schützen vor Deinem alles verschlingendem Zorn!"

Der Himmel teilte sich in Licht und Finsternis, umfasst vom allmächtigen Zwielicht Ihres Vaters Yol. Und so geschah es, dass sich Gut und Böse gegenüberstanden. Der Platindrache bereit zur tödlichen Umarmung seines Bruders, dem Drachen der ewigen Nacht.

Die Zeit stand still, sich ehrfürchtig verbeugend vor dem Kampf der Götter, und wäre nicht Bahamuths Liebe so groß gewesen zu allem Lebenden, und hätte nicht Yol selbst eingegriffen, um den Kampf zu beenden, so hätte ich diese Geschichte für Euch, Kinder des Lichts und der Dunkelheit, nicht niederschreiben können.

Denn als Bahamuth erkannte, dass ihr Kampf die Welt für immer verwüsten würde, bat er seinen Vater um die größte Strafe die ein Wesen ereilen konnte.

"Vater! Schleudere mich und meinen Bruder durch die Tore der Unendlichkeit!"

Und Yol erhörte seinen Sohn und öffnete die Tore zur Unendlichkeit:

"EIN TOR AUS LICHT, EIN TOR AUS DUNKELHEIT, DAS PORTAL ZUR UNENDLICHKEIT. DIE SCHLÜSSEL DAZU WERDEN ZERBROCHEN UND ÜBER DIE WELT VERTEILT. AUF DASS EINES TAGES DER KAMPF ENTSCHIEDEN WIRD, SOLLT IHR, DIE STERBLICHEN, DIE SCHLÜSSEL ZUSAMMENFÜHREN. DIE ZUKUNFT DIESER WELT BESTIMMT NUN IHR, DIE KINDER MEINER SÖHNE. VIELLEICHT WERDET IHR ABER AUCH EINEN DRITTEN WEG FINDEN. DOCH DIES VERMAG KEIN GOTT ZU ERZWINGEN."

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